
Über
Morlesau hat P. Dominik Lutz eine Dorfchronik geschrieben:
Geschichte eines Dorfes an der Fränkischen Saale
Am unteren Lauf der Fränkischen Saale, am Fuße des imposanten Sodenberges, liegt Morlesau. „Unvergessliche Landschaft“ nennt der Dichter Anton Schnack dieses Fleckchen Erde um Hammelburg – seine Heimat.
Herrn
Pater
Dominik Lutz – gebürtiger
Morlesauer -
haben wir die Überlieferung der Reihe
heimatlicher Geschichtsforschungen der einst
„Kombinierten
Gemeinde Morlesau/Ochsenthal/Sodenberg“
zu verdanken:
Die
Schreibweise des
heutigen Ortsnamens hat viele
Entwicklungen durchgemacht.
Seit etwa
1850 ist die
heutige Schreibweise Morlesau geläufig.
Das Gebiet
der
Fränkischen Saale war schon von
vorgeschichtlichen Siedlern bewohnt.
Zahlreiche Grabhügelfunde, besonders aus der La-Tène-Zeit (um 450 vor Christus) sind Zeugen ferner Vergangenheit.
Das Dorf
liegt im
Bereich der früheren MARK HAMMELBURG,
einst Königsgut Karls des Großen, das er 777 der
neugegründeten Abtei Fulda
schenkte. Hier an diesem südlichsten fuldischen Gebietszipfel
traf
sich im
Mittelalter der Herrschaftswille
der
Würzburger
Bischöfe und der Äbte von Fulda mit den
Machtgelüsten aufstrebender Ritter und Grafengeschlechter: der
Rienecker,
Hutten, Thüngen und wie sie alle heißen ...
Verpfändungen
und
Schenkungen, Erbgänge und Erbzwiste das
ist die turbulente Geschichte der ritterschaftlich,
thüngischen,
juliusspitälischen, universitätischen,
leiningischen
Dorfgemeinschaft Morlesau an der Fränkischen
Saale....
1618
verpfändete
Neidhart von Thüngen den Ort an die
Universität Würzburg.
1660 erwarb
das
Juliusspital den Ort.
1683 erhielt
Würzburg die Cent über Morlesau. Lange Zeit
übten die Thüngen, die Universität und das
Juliusspital
gleichzeitig die
Dorfherrschaft aus und jede Dorfherrschaft stellte ihren Schultheis
auf. Kein
Wunder, wenn die Untertanen nicht wussten, wer heute ihr Herr und
morgen ihr
Gebieter sein würde.
Pest, Hunger
und Krieg
haben das Dorf oft heimgesucht.
1796 berichtet die Chronik über räuberische
Einfälle
französischer Soldaten.
Napoleons Kriegszüge belasten das Dorf mit hohen
Kontributionen.
Mit dem
fuldischen Amt Hammelburg kommt Morlesau 1816 unter die Krone Bayerns.
1822 baute
die
„kombinierte Gemeinde“ Morlesau-Ochsenthal
ein Schulhaus.
Die kleine
spätgotische Kirche ist dem hl. Cyriacus
geweiht. Sie dürfte um 1550 gebaut worden sein. Ein Pater vom
Kloster Altstadt
Hammelburg hält abwechselnd in Morlesau beziehungsweise in
Ochsenthal den
Gottesdienst.
Morlesau ist
ein
idyllisches und typisches Bauerndorf.
Haupterwerbsquellen sind Feld, Wald und Viehzucht. Die
Waldfläche
nimmt allein
52,5 % ein. Vor der Jahrhundertwende wurde noch Wein angebaut.
Auch Morlesau
hatte
dereinst eine Burg, zwischen Morlesau
und Ochsenthal liegt die Burgruine Arnstein. Es
lässt
sich heute leider nicht mehr feststellen, wann diese zerstört
beziehungsweise
zerfallen ist. Das Fehlen jeglicher archivalischer Unterlagen legt die
Vermutung nahe, dass das Auflassen der Burg schon vor der
spätmittelalterlichen
Wüstungsperiode anzusetzen ist, also vor 1300.
Das
auffallende
Kennzeichen der zerstörten Burg Arnstein ist sein
sechseckiger
Turm
mit einer betont viereckigen Burganlage. In der Burgengeschichte eine Rarität !
Wichtige Entscheidungen brachte das Jahr 1970: Flurbereinigung und Gemeindereform.
Seit 1. Januar 1972 ist Morlesau ein Stadtteil von Hammelburg. Aus den Landkreisen Hammelburg, Bad Brückenau und Bad Kissingen entstand der Großlandkreis Bad Kissingen.
* * *
M o r
l e s a u
d i e
P e r l e d
e s F
r ä n k i s c h e n
S a a
l e t a l e s
Morlesau/Ochsenthal
- ein Stadtteil
von
Hammelburg, ist eine Oase der Ruhe, fernab vom Durchgangsverkehr und
liegt in
einem der schönsten Winkel des „Fränkischen
Saaletales“
zwischen Gemünden am
Main und Bad Kissingen.
Morlesau/Ochsenthal
hat auch
ein reges
Vereinsleben. Die meisten Ortsbewohner sind ehrenamtlich für
die
Vereine tätig.
Alljährlich finden mehrere Feste statt, die von den
verschiedenen
Vereinen,
wie: Sportverein, Musikverein oder von der Freiwilligen Feuerwehr
ausgerichtet
werden.
Es gibt einen Fußballplatz und ein Sportheim.
Die Trachtenkapelle
Morlesau/Ochsenthal übt wöchentlich in der
ehemaligen
Schule. Ein Kinderspielplatz
darf natürlich auch nicht fehlen.
Wellness: Nach
Terminvereinbarung bei
Kerstin Bürkl (Tel.
09357-992248).
Kosmetik . med. Fußpflege .
Ganzkörperkosmetik.
Morlesau wird
schon seit jeher vom Fremdenverkehr
geprägt. Der Tourismus
geht auf das
Jahr 1919 zurück, wo mein Vater, Kilian Nöth, neben
seinem
Bauernhof das
„Gasthaus
von Kilian Nöth“
eröffnete.
Der Bau
der Eisenbahnlinie von Gemünden
am Main nach Bad Kissingen,
1884
wurde der Eisenbahnverkehr Gemünden – Hammelburg
eröffnet
1924 erfolgte
die
Verlängerung Hammelburg – Bad Kissingen,
und
vielleicht auch die
Nähe zu Bad Kissingen
selbst, mögen wohl den Ausschlag dazu gegeben haben, dass die
Nachfrage nach
Fremdenbetten immer mehr anstieg, so dass sich mein Vater im Jahr 1925
entschieden hat, die „Pension
Nöth“ mit
damals 60 Betten zu bauen.
Im Jahr 1959
übernahmen mein Mann und ich den Betrieb
von meinem Vater. Es ist uns gelungen, die
Hotel
– Pension Nöth
.
Restaurant
für
Feinschmecker
.
in
fast 40 Jahren weiter auszubauen und zu modernisieren.
1983 sind
unser Sohn
Harald und seine Frau
Elisabeth nach langjähriger Tätigkeit im In- und
Ausland in
den elterlichen
Betrieb eingetreten.
Liebe zum
Beruf und
Freude, Gäste zu bewirten,
haben dazu beigetragen, dass schon damals die Hotel
– Pension Nöth und ihr
Restaurant weit über die
regionalen Grenzen
hinaus einen hervorragenden Ruf genossen.
In der 3.
Generation
wird seit 1998 der Hotel- und
Gaststättenbetrieb von unserem Sohn Harald Spath (Küchenmeister) und
seiner Frau
Elisabeth (Restaurant- und Hotel-meisterin) geführt.
Das Hotel
Gasthof Nöth
bietet
Ihnen einen persönlichen Service,
vorzügliches Essen
und allen Komfort eines Landhotels
- eine
verlässliche Adresse -
Morlesau
ist der Ausgangspunkt für Wanderungen,
Bootstouren und
Radtouren
97762
Hammelburg-Morlesau
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Ruf
+ 49 (0)
9357 – 479
oder 534
Fax
+ 49 (0) 9357 -
1357
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